• FELIX HAHNSCH

Mit Musik zur "perfekten" Trauung in 3 Schritten



2. WAS HEISST DENN ÜBERHAUPT DIE PERFEKTE TRAUUNG?


Die perfekte Trauzeremonie? Gibt es die überhaupt? Wie soll sie sein? Um diese Frage beantworten, ist es nicht so einfach einen Ansatz zu finden. Denn was für den Einen die perfekte Trauzeremonie ausmacht, kann für jemand Anderen vielleicht etwas ganz anderes sein.

Ich möchte mich daher gar nicht zu sehr an dem Wort "perfekt" aufhängen. Wunderschön, großartig, traumhaft, unglaublich rührend, einfach umwerfend etc. sind als Beschreibung sicherlich genauso zutreffend. Es geht also vordergründig nicht um eine messbare Leistung, sondern um ein zu bewertendes Ergebnis. Und genau darum geht es: Als musikalischer Begleiter möchte ich genau das gewünschte Ergebnis erschaffen. Ich möchte, dass meine Kunden meine Dienstleistung mit einem Superlativ bewerten. Ich möchte, ja ich verspreche sogar, dass die Hochzeitsgäste das Brautpaar auf die unglaublich schöne Zeremonie und die tolle Live-Musik ansprechen. Und hierzu ist es unablässig, vor allem meinen Kunden zu einer entsprechenden Wahrnehmung dieses so wichtigen Momentes in ihrem Leben zu verhelfen. Ich nenne diese Wahrnehmung, nun im Folgenden zur Vereinfachung "perfekte Trauung".

Nachdem es sich bei dem Begriff "perfekt" um eine subjektive Wertung handelt könnte man zunächst fragen, auf wessen Sicht es ankommt. Als Hochzeitssänger aus voller Überzeugung lege ich mich hier gerne fest:

Es kommt auf die Wahrnehmung des Brautpaares an.

Nur das Brautpaar entscheidet, ob und wie schön es die Trauzeremonie wahrnimmt. Kunden, in diesem Fall das Brautpaar, und ihr Erleben ist entscheidend. Die Schönheit liegt wie immer im Auge des Betrachters.

Es gilt also in einem nächsten Schritt, mit dem jeweiligen Brautpaar herauszufinden, was für dieses eine Trauzeremonie wäre, die beide im Nachhinein als "perfekt" bewerten würden.



2. FINDEN WIR HERAUS, WAS FÜR DAS BRAUTPAAR DIE PERFEKTE TRAUZEREMONIE AUSMACHT?

Die schönste Musik zur Trauung


Als besonders schön wird eine Trauzeremonie beurteilt, wenn die positivsten Erwartungen und Hoffnungen annähernd erreicht, voll erfüllt oder besser noch übertroffen werden. Nach der Trauung sollen die Frischvermählten sagen können "Es war genauso schön, wie wir es uns gewünscht haben!" oder möglichst sogar

"Es war sogar noch viel schöner, als wir es uns erträumt haben!"

Da liegt die folgende Vorgehensweise nahe. Am Anfang steht daher die Frage: Was muss geschehen, damit das Brautpaar die Trauung als perfekt empfindet? Auch Braut und Bräutigam können möglicherweise abweichende Vorstellungen haben. Da mag für viele Paare besondere Emotionalität wichtig sein. Andere bevorzugen eine Trauzeremonie die ohne jeden "Kitsch" eher witzig und authentisch erscheint. Manche mögen besondere Lieder, anderen sind individuelle Rituale wichtig, wieder andere möchten spezielle Parts der Zeremonie, etwa den Einzug der Braut besonders hervorheben. Von Hollywood-Momenten über Freudentränen bis zur Gänsehaut oder besonderer Heiterkeit ist die Palette dessen, was Menschen als besonders schön erachten auch bei der Trauung im Grunde unbegrenzt und so individuell wie der Mensch selbst.

Eine Einstiegshilfe kann auch sein, mit dem gewünschten Ablauf der Zeremonie zu beginnen. Dieser Ablauf könnte bei einer freien Trauung beispielhaft lauten:

  • Einzug der Braut (mit musikalischer Begleitung)

  • Begrüßung des Brautpaars und der Gäste durch den Redner

  • Ansprache Teil 1

  • Musikstück

  • Ansprache Teil 2 und Ritual

  • Kurze Ansprache Trauzeugin

  • Traufrage (Ja-Wort)

  • Ringwechsel mit Kuss (instrumentale Untermalung)

  • Verabschiedung

  • Auszug (mit musikalischer Begleitung)

Im Standesamt findet sich vielleicht eher folgender Ablauf:

  • Eintreffen der Hochzeitsgesellschaft

  • Einzug der Braut (mit musikalischer Begleitung)

  • Begrüßung durch Standesbeamten und Feststellung der Formalien

  • Kurze Ansprache

  • Traufrage

  • Musikstück

  • Verlesung des Protokolls und Verabschiedung

  • Auszug (mit musikalischer Begleitung)

In der Kirche erlebt man je nach Liturgie ebenfalls unterschiedliche Abläufe. Immer stellen sich jedoch die gleichen Fragen:

  • Wie soll es sich anfühlen?

  • Was sieht man, wenn man die Augen schließt und an die Trauung denkt?

  • Wie fühlt es sich an?

  • Gibt es Dinge, Lieder, Gefühle, die unabdingbar sind?

  • Gibt es "No-Go’s"?

Für mich als Hochzeitssänger gilt es nun möglichst zuverlässig erreichen, dass es mit Hilfe der Musik und natürlich weiterer Tipps, genau die gewünschten Empfindungen entstehen zu lassen und es am Ende perfekt ist.



3. WIE SOLL IHRE TRAUUNG WERDEN?

Hollywood-Produzenten und große Teile der Werbebranche bauen schon seit jeher auf Musik zur Erzeugung spezifischer emotionaler Wahrnehmungen - Keine Musik, keine (zumindest deutlich weniger) Emotionen.

Aber nur irgendwelche Musik bedeutet nicht im Ergebnis automatisch ein erlebtes emotionales Feuerwerk. Vielmehr ist

das richtige Musikstück für die jeweilige Situation auszuwählen, dass dann

in der richtigen Art und Weise hinsichtlich Arrangement, Dynamik, Auftrittsart etc.

darzubringen ist. Mit einer einfachen Google-Suche von "die schönsten Lieder zur Trauung" oder die "die schönste Musik zur Trauzeremonie" ist es sicher nicht getan.

Ein Beispiel zur Umsetzung: Der Einzug der Braut

Meine Aufgabe: Ein Brautpaar möchte eine standesamtliche Trauung mit Gästen feiern. Seitens des Standesamts gibt es (wie meist) keine besonderen Vorgaben zum Ablauf. Wunsch des Brautpaares ist es, die Trauung neben den meist sachlichen Formalitäten mehr Emotionen in den Ablauf zu bringen. Die Braut mag besonders Balladen, der Bräutigam vor allem Rockmusik von Metallica. Zu seinen Lieblingsliedern zählt, wie wir im Gespräch herausfinden, "Nothing else matters", ein Lied, das die Braut grundsätzlich auch mag. Beide sind sich aber einig, dass man keine "Rock-Trauung" möchte, da u. a. zahlreiche ältere Gäste anwesend sind und diese nicht von Schlagzeug und E-Gitarre verscheucht werden sollen. Außerdem wäre für eine Rockband im Standesamt auch kein Platz.


Mein Lösungsvorschlag: Obwohl es "nur" eine standesamtliche Zeremonie ist, beschließen wir, einen richtigen Einzug der Braut durchzuführen. Also Gäste zuerst, Bräutigam wartet vorne, Braut kommt zum Schluss, begleitet von Musik. Der Einzug der Braut soll ein erstes Highlight des Tages sein. Wir finden ein Lied, das grundsätzlich beide mögen. "Nothing else matters" von Metallica mögen sowohl Braut als auch Bräutigam. Dieser Song ist allerdings per se im Hinblick auf die Gästestruktur und den Anlass vielleicht weniger passend. Deswegen wird er dann als gefühlvolle Akustikballade mit cleanem Gesang hochzeitstauglich arrangiert und vor allem mit viel Gefühl gesungen. Braut und Bräutigam haben aufgrund der Vorbereitungen ohnehin schon eine gewisse Bindung zu dem Stück aufgebaut, was nun die Trauzeremonie für beide eröffnet. Ein echter Gänsehaut-Moment.

Ambiente nach Wunsch während des gesamten Hochzeitstages

Derartige Wunschszenarien lassen sich für sämtliche Elemente der Trauung und sogar für jeden Programmteil eines Hochzeitstages erschaffen. Während der Trauung würde man z. B. Einzug, den Moment nach der Ansprache, den Ringwechsel/Kuss und den Auszug besonders untermalen. Die Gratulation im Anschluss wird ebenfalls sehr emotional wahrgenommen, wenn Sie dezent musikalisch passend untermalt ist. Der Sektempfang wird erst dann besonders heiter und kommunikativ, wenn er durch die entsprechende Musikauswahl dezent im Hintergrund dazu angeleitet wird. Der Anschnitt der Hochzeitstorte, das Steigenlassen von Luftballons etc. - jeder besondere Moment kann musikalisch besonders in Szene gesetzt werden. Selbstverständlich profitiert auch ein Hochzeitsdinner im Hinblick auf die besondere Exklusivität deutlich von abgestimmter Live-Musik.


Gerne berate ich Euch hierzu in einem unverbindlichen Kennenlerngespräch!



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